Gin mit Cola könnt ihr problemlos trinken, auch wenn die Kombination weniger bekannt ist als Rum oder Whisky mit Cola. Bewährt hat sich ein Verhältnis von 1:3 bis 1:4, also 4 cl Gin auf 12 bis 16 cl Cola, dazu viel Eis und eine Limettenspalte. Am besten passen würzige oder fassgelagerte Gins, deren Aromen gegen die süße Cola ankommen.
Im Folgenden geht es um das richtige Mischverhältnis, die Wahl des Gins, passende Garnituren und den Long Island Iced Tea, den bekanntesten Cocktail, in dem Gin und Cola zusammen vorkommen.
Das Wichtigste in Kürze
- Gin und Cola lassen sich gut mischen, der Drink schmeckt süßer und würziger als Gin Tonic.
- Das übliche Verhältnis liegt bei 1:3 bis 1:4.
- Würzige Gins mit Zimt, Kardamom oder Orange harmonieren am besten mit Cola.
- Limette oder Orangenzeste bringen Frische gegen die Süße.
- Der Long Island Iced Tea enthält Gin und wird mit einem Schuss Cola aufgefüllt.
Wie schmeckt Gin mit Cola?
Warum ist Gin Cola so selten auf der Karte? Das liegt vor allem an der Tradition: Gin wurde über Jahrzehnte fast immer mit Tonic kombiniert, Cola war das Revier von Rum und Whisky. Geschmacklich spricht wenig dagegen. Cola bringt Süße, Karamell und Gewürznoten wie Vanille oder Zimt mit, je nach Marke. Wacholder und Koriander aus dem Gin legen sich darüber und sorgen für eine leicht harzige, frische Note, die ein reiner Rum-Cola-Drink nicht hat.
Der Nachteil: Cola hat einen sehr starken Eigengeschmack. Feine, florale Gins gehen darin fast vollständig unter. Wer Gin mit Cola mischt, sollte deshalb einen Gin wählen, der selbst kräftig genug ist.
Das richtige Mischverhältnis
Für einen ausgewogenen Longdrink bietet sich folgende Tabelle als Orientierung an:
| Verhältnis | Menge | Wirkung |
| 1:2 | 4 cl Gin, 8 cl Cola | kräftig, Gin deutlich schmeckbar |
| 1:3 | 4 cl Gin, 12 cl Cola | ausgewogen, der Standard |
| 1:4 | 4 cl Gin, 16 cl Cola | mild, Cola dominiert |
So mixt ihr den Drink:
- Ein Longdrinkglas oder Highball randvoll mit Eis füllen.
- 4 cl Gin auf das Eis geben.
- Optional 1 cl frischen Limettensaft ergänzen.
- Mit gut gekühlter Cola auffüllen, dabei das Glas leicht schräg halten, damit die Kohlensäure bleibt.
- Einmal sanft mit dem Barlöffel umrühren und garnieren.
Klassische Cola enthält rund 40 kcal und gut 10 g Zucker pro 100 ml. Wer es weniger süß mag, kann zu einer zuckerfreien Variante greifen. Der Geschmack wird dann etwas dünner, der Gin tritt stärker hervor.
Welcher Gin passt zu Cola?
Der Gin sollte Charakter haben. Diese Stile funktionieren gut:
- Würzige Gins: Botanicals wie Zimt, Kardamom, Pfeffer oder Ingwer greifen die Gewürznoten der Cola auf.
- Fassgelagerte Gins: Holznoten und Vanille passen gut zum Karamell der Cola. Ein Beispiel ist der Cherryblossom Old Lady Barrel Aged London Dry Gin.
- Orangen-Gins: Orange und Cola sind eine bekannte Kombination. Der Sipsmith Zesty Orange Gin ist eine gute Wahl.
- Kräftige London Dry Gins: Ein wacholderbetonter Gin wie der Tanqueray London Dry Gin setzt sich ebenfalls durch.
Weniger geeignet sind sehr florale Gins mit Rose, Lavendel oder Holunder sowie Pink Gins mit viel Zucker. Beides wird mit Cola schnell zu süß oder schmeckt diffus. Teure Premium-Gins mit feinen Nuancen sind in Cola ebenfalls verschenkt.
Garnitur: was die Süße bricht
Die Garnitur ist bei Gin Cola wichtiger als bei vielen anderen Longdrinks, weil sie die Süße ausgleicht. Bewährte Optionen:
- Limettenspalte: leicht ausgedrückt, die klassische Wahl.
- Orangenzeste: über dem Glas abgedreht, bringt ätherische Öle und passt zu würzigen Gins.
- Zimtstange oder Sternanis: für die Winterversion.
- Zitronenscheibe: frischer als Orange, weniger herb als Limette.
Wie ihr eine saubere Zeste schneidet, steht im Ratgeber Wie macht man Zesten?.
Long Island Iced Tea: der Klassiker mit Gin und Cola
Der bekannteste Drink, in dem Gin und Cola aufeinandertreffen, ist der Long Island Iced Tea. Er enthält Wodka, weißen Rum, Tequila, Gin und Orangenlikör zu gleichen Teilen, dazu Zitronensaft, Zuckersirup und einen Schuss Cola. Die Cola sorgt vor allem für die Farbe, die an Eistee erinnert. Tee ist nicht enthalten.
Die Erfindung wird meist einem Barkeeper auf Long Island in den 1970er Jahren zugeschrieben, belegt ist das nicht eindeutig. Wichtig zu wissen: Der Drink ist sehr stark, weil fünf Spirituosen zusammenkommen und die Cola nur einen kleinen Anteil ausmacht. Genießt ihn deshalb bewusst und maßvoll.
Häufige Fragen zu Gin mit Cola
Wie heißt Gin mit Cola?
Einen festen Namen gibt es nicht. Meist wird der Drink einfach Gin Cola oder Gin and Coke genannt. Anders als Cuba Libre bei Rum hat sich keine eigene Bezeichnung durchgesetzt.
Kann man Gin mit Cola Zero mischen?
Ja, das funktioniert gut. Die zuckerfreie Variante schmeckt weniger süß, der Gin kommt dadurch sogar stärker durch.
Schmeckt Gin Cola besser als Gin Tonic?
Das ist Geschmackssache. Gin Tonic ist herber und frischer, Gin Cola süßer und runder. Wer Tonic zu bitter findet, hat mit Cola eine gute Alternative.
Passt Gin mit Cola zu Rum-Liebhabern?
Oft ja, vor allem mit fassgelagertem Gin. Holz- und Vanillenoten erinnern an Rum Cola, der Wacholder bringt aber eine eigene Frische.
- Womit mischt man Gin?: alle Filler im Überblick.
- Kann man Gin mit Sprite mischen?: die zitronige Alternative.
- Long Island Iced Tea: das komplette Rezept.
- Die passenden Gläser: welches Glas zu welchem Drink passt.
Weitere Fragen und Antworten rund um Gin findet ihr unter Antworten. Cheers!

