Geschrieben von Maximilian Mende Ginmaster
Seit 2015 schreibe ich hier über Gin, inzwischen über 700 verkostete Sorten. Nebenbei brenne ich meinen eigenen London Dry Gin, und seitdem weiß ich ziemlich genau, wie viel Arbeit in einer guten Flasche steckt. Das merkt ihr meinen Testberichten an, im Guten wie im Schlechten.
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Der Long Island Iced Tea sieht aus wie Eistee, enthält aber keinen Tropfen Tee. Die Farbe entsteht durch Cola und Zitrussaft, dahinter stecken fünf Spirituosen: Wodka, weißer Rum, Tequila, Gin und Triple Sec.
Das macht den Longdrink zu einem der stärksten Klassiker auf der Cocktailkarte. Hier findet ihr das Long Island Iced Tea Rezept, alle Zutaten, die richtige Zubereitung und klare Hinweise zum Alkoholgehalt.
Das Wichtigste auf einen Blick
| Basis | Wodka, Rum, Tequila, Gin, Triple Sec, Zitrus und Cola |
| Geschmack | süß-säuerlich, zitrusfrisch, kräftig |
| Glas | Longdrinkglas |
| Zubereitung | geschüttelt, danach mit Cola aufgefüllt |
| Garnitur | Orangen- oder Zitronenscheibe |
Long Island Iced Tea Zutaten
- 15 ml Wodka
- 15 ml weißer Rum
- 15 ml weißer Tequila
- 15 ml Gin
- 15 ml Triple Sec
- 25 ml Orangensaft
- 10 ml Zitronensaft, frisch gepresst
- 30 ml Zuckersirup
- Cola zum Auffüllen
- Eiswürfel
- Orangen- oder Zitronenscheibe zur Deko
Zusammen sind das 75 ml Spirituosen in einem Glas. Der Orangensaft ist eine Besonderheit dieses Rezepts. Viele Bars arbeiten nur mit Zitrone, der Saft macht den Drink etwas runder und fruchtiger.
Triple Sec ist ein klarer Orangenlikör, meist mit 30 bis 40 % vol. Bekannte Marken sind Cointreau oder die Produkte von De Kuyper und Bols. Er bringt Süße und Orangenaroma, zählt beim Alkoholgehalt aber voll mit. Beim Tequila reicht ein klarer Blanco, gereifte Sorten würden mit ihren Holznoten stören.
Welcher Gin passt zum Long Island Iced Tea?
Im Long Island Iced Tea ist der Gin eine von fünf Spirituosen und wird von Cola, Zucker und Zitrus stark überdeckt. Ein teurer, vielschichtiger Gin geht hier unter. Gut passt ein solider London Dry Gin mit klarer Wacholder- und Zitrusnote, etwa der Tanqueray London Dry Gin oder der Bombay Sapphire London Dry Gin.
Auch preiswerte Gins aus dem Supermarkt funktionieren, zum Beispiel der Johnsen London Dry Gin von Aldi. Ausgefallene Gins mit Blüten oder exotischen Gewürzen spart ihr euch besser für einen Gin Tonic auf, dort kommen ihre Aromen zur Geltung. Für die anderen Spirituosen gilt dasselbe: saubere, klare Qualität reicht, Premiumware bringt im Mix wenig.
Long Island Iced Tea Zubereitung
- Ein Longdrinkglas mit Eis füllen und kalt stellen.
- Wodka, Rum, Tequila, Gin, Triple Sec, Orangensaft, Zitronensaft und Zuckersirup in einen Shaker geben.
- Den Shaker mit Eis füllen und etwa 10 Sekunden kräftig schütteln.
- Den Drink auf frisches Eis in das Longdrinkglas abseihen.
- Erst jetzt mit Cola auffüllen (Cola nie mitschütteln, die Kohlensäure entweicht und setzt den Shaker unter Druck).
- Einmal kurz mit dem Barlöffel umrühren und mit einer Orangen- oder Zitronenscheibe garnieren.
Die Menge Cola bestimmt ihr selbst. Wenige Spritzer ergeben die typische Eistee-Farbe, mehr Cola macht den Drink süßer, aber nicht schwächer: Die 75 ml Spirituosen bleiben im Glas.

Wie stark ist ein Long Island Iced Tea?
Der Long Island Iced Tea ist deutlich stärker als ein üblicher Longdrink. Ein Gin Tonic enthält meist 40 bis 50 ml Spirituose, hier sind es 75 ml. Bei Spirituosen mit rund 40 % vol ergibt das knapp 30 ml reinen Alkohol pro Glas. Das entspricht etwa zwei bis zweieinhalb Flaschen Bier mit 0,33 Litern.
Das Tückische: Cola, Zucker und Zitrus überdecken den Alkohol fast vollständig. Der Drink schmeckt leicht und süß, wirkt aber wie mehrere Longdrinks auf einmal. Deshalb gilt: langsam trinken, nicht mehrere hintereinander bestellen und immer ein Glas Wasser dazu. Wer noch Auto fahren muss, verzichtet ganz. Auf Partys lohnt es sich, den Drink klar als starken Cocktail anzukündigen, damit niemand ihn für eine Limonade hält.
Woher kommt der Long Island Iced Tea?
Die Erfindung beansprucht Robert „Rosebud“ Butt. Er soll den Drink 1972 im Oak Beach Inn auf Long Island im Bundesstaat New York erstmals gemixt haben. Der Name spielt auf die Herkunft und auf die Optik an: Mit Cola und Zitrus sieht der Drink im Glas aus wie ein Glas Eistee.
Daneben kursieren Geschichten über ältere Vorläufer aus der Zeit der Prohibition, belegt sind sie nicht. Sicher ist nur, dass sich der Drink ab den 1970er und 1980er Jahren weltweit auf Cocktailkarten verbreitet hat.
Varianten des Long Island Iced Tea
Das Grundprinzip bleibt bei allen Varianten gleich: mehrere klare Spirituosen, Zitrus, Süße und ein Filler. Nur der Filler oder der Likör wechselt.
- Long Beach Iced Tea: Cranberrysaft statt Cola, fruchtiger und etwas herber
- Blaue Variante: Blue Curaçao statt Triple Sec und Zitronenlimonade statt Cola
- Leichtere Variante: jede Spirituose auf 10 ml reduzieren, dann sind es 50 ml statt 75 ml im Glas
- Alkoholfreie Variante: kalter Schwarztee, Zitronensaft, Orangensaft, etwas Zuckersirup und ein Schuss Cola
Für die alkoholfreie Version eignet sich zusätzlich ein alkoholfreier Gin, der ein wenig Wacholder ins Glas bringt. Hier steckt dann tatsächlich Tee im Iced Tea.
Häufige Fragen zum Long Island Iced Tea
Was sind die Long Island Iced Tea Zutaten?
Wodka, weißer Rum, Tequila, Gin und Triple Sec, dazu Orangensaft, Zitronensaft, Zuckersirup und Cola.
Ist im Long Island Iced Tea wirklich Tee?
Nein. Die Farbe stammt von der Cola. Der Name bezieht sich auf das Aussehen und auf Long Island als Herkunftsort.
Wie viel Alkohol hat ein Long Island Iced Tea?
In diesem Rezept stecken 75 ml Spirituosen, das sind knapp 30 ml reiner Alkohol. Damit ist der Drink etwa doppelt so stark wie ein üblicher Longdrink.
Wird die Cola mitgeschüttelt?
Nein. Nur die Spirituosen, Säfte und Sirup kommen in den Shaker. Die Cola wird danach im Glas aufgegossen.
Welches Glas passt zum Long Island Iced Tea?
Ein hohes Longdrinkglas, damit genug Platz für Eis und Cola bleibt.
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