Gin Mule im Kupferbecher mit Minze und Limette

Gin Mule und Gin Gin Mule: Rezept mit Ginger Beer, Limette und Minze

Geschrieben von Ginmaster

Seit 2015 schreibe ich hier über Gin, inzwischen über 700 verkostete Sorten. Nebenbei brenne ich meinen eigenen London Dry Gin, und seitdem weiß ich ziemlich genau, wie viel Arbeit in einer guten Flasche steckt. Das merkt ihr meinen Testberichten an, im Guten wie im Schlechten.

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Der Gin Mule ist die Gin-Variante des Moscow Mule: Gin, Limettensaft und Ginger Beer ergeben einen scharf-frischen Drink für warme Tage. Die bekannteste Version mit frischer Minze und Zuckersirup heißt Gin Gin Mule und gilt als moderner Klassiker.

Im Alltag werden beide Namen oft gleich verwendet. Hier gibt es deshalb beide Rezepte: den Gin Gin Mule mit Minze und den einfachen Gin Mule, der nur aus Gin, Limette und Ginger Beer besteht. Dazu kommen der passende Gin, die Geschichte und der Unterschied zu Moscow Mule und Gin Buck. Gelegentlich wird der Drink auch Munich Mule genannt.

Das Wichtigste auf einen Blick

BasisGin, Limette und Ginger Beer, beim Gin Gin Mule zusätzlich Minze und Zuckersirup
Geschmackfrisch, würzig-scharf, leicht süß
GlasHighball-Glas oder Kupferbecher
ZubereitungGin Gin Mule geschüttelt, einfacher Gin Mule im Glas gebaut
GarniturMinzzweig und Limettenscheibe

Gin Mule Zutaten

Gin Gin Mule (mit Minze und Zuckersirup)

  • 45 ml Gin
  • 25 ml Limettensaft, frisch gepresst
  • 30 ml Zuckersirup
  • 6 bis 8 Blätter Minze
  • 30 ml Ginger Beer zum Auffüllen
  • Eiswürfel

Einfacher Gin Mule (ohne Minze und Sirup)

  • 50 ml Gin
  • 15 ml Limettensaft, frisch gepresst
  • 120 bis 150 ml Ginger Beer
  • Limettenscheibe und Eiswürfel

Welcher Gin passt zum Gin Mule?

Am besten funktioniert ein klassischer London Dry Gin oder Distilled Gin mit deutlichem Wacholder. Ingwer, Limette und Minze sind kräftig, ein zu leiser Gin geht darin unter. Gut passt zum Beispiel der Tanqueray London Dry Gin. Sehr fruchtige, beerige Gins wie der Brockmans Gin passen weniger gut, ihre Aromen treten hinter den Ingwer zurück. Wer die Schärfe betonen will, probiert einen Gin mit Ingwer, etwa den Gin Lossie Ingwer Dry Gin.

Für den einfachen Gin Mule mit viel Ginger Beer darf der Gin ruhig etwas kräftiger sein, sonst schmeckt der Drink schnell nur nach Ingwerlimonade. Ein weicherer Gin wie der Plymouth Gin passt dagegen gut zur Minze im Gin Gin Mule.

Gin Mule Zubereitung

So gelingt der Gin Gin Mule

  1. Minze, Zuckersirup und Limettensaft in den Shaker geben.
  2. Die Minze leicht andrücken (nicht zerreiben, sonst wird sie bitter).
  3. Gin und Eiswürfel dazugeben und kräftig schütteln.
  4. Ein Glas mit frischen Eiswürfeln füllen und den Drink durch ein Barsieb hineingießen.
  5. Mit dem Ginger Beer auffüllen (erst jetzt, damit die Kohlensäure erhalten bleibt) und einmal kurz umrühren.
  6. Mit einem Minzzweig und einer Limettenscheibe garnieren.

Wer den Drink länger und weniger süß mag, gießt etwas mehr Ginger Beer auf.

So gelingt der einfache Gin Mule

  1. Ein Highball-Glas oder einen Kupferbecher randvoll mit Eis füllen.
  2. Gin und Limettensaft hineingeben.
  3. Mit gut gekühltem Ginger Beer auffüllen und einmal von unten nach oben umrühren (nicht schütteln).
  4. Mit einer Limettenscheibe garnieren.
Gin Mule mit Ginger Beer, Limette und frischer Minze auf Eis

Gin Gin Mule: das Original von Audrey Saunders

Der Gin Gin Mule wird der New Yorker Barkeeperin Audrey Saunders zugeschrieben, die vor allem durch den Pegu Club in New York bekannt wurde. Der Drink entstand Anfang der 2000er Jahre und gilt heute als einer der modernen Klassiker der Cocktail-Renaissance. Der Name wird meist als Anspielung auf Gin und Ginger Beer erklärt.

Die Zutaten sind Gin, Limette, Zuckersirup, frische Minze und Ginger Beer. Im Original kommt selbst gemachtes Ginger Beer hinein, gekauftes funktioniert aber ebenfalls gut. Oft wird der Drink als Mischung aus Mojito und Moscow Mule beschrieben: die Minze und Frische des einen, die Ingwerschärfe des anderen.

Auffällig ist die kleine Menge Ginger Beer. Der Gin Gin Mule ist eher ein geschüttelter Sour mit Ingwer-Schuss als ein klassischer Longdrink. Das Rezept mit Minze und Zuckersirup oben entspricht diesem Stil. Wer einen längeren, schlichteren Drink möchte, greift zum einfachen Gin Mule.

Gin Mule, Moscow Mule und Gin Buck: der Unterschied

Der Moscow Mule ist das Vorbild. Er wird mit Wodka, Limette und Ginger Beer gemixt und klassisch im Kupferbecher serviert. Seine Geschichte reicht an den Anfang der 1940er Jahre zurück, als Ursprung gilt Los Angeles. Der einfache Gin Mule tauscht nur den Wodka gegen Gin. Der Gin Gin Mule ergänzt zusätzlich Minze und Zuckersirup und ist dadurch würziger und kräuteriger.

Der Gin Buck ist noch schlichter: Gin und Zitrussaft werden im Glas mit Ginger Ale aufgefüllt, Minze und Zuckersirup fehlen.

Gin mit Ginger Beer oder Ginger Ale?

Ginger Beer ist kräftiger, schärfer und trüber, es wird traditionell gebraut. Ginger Ale ist eine mildere, klarere Ingwerlimonade. Gin mit Ginger Beer ergibt den typischen Mule. Gin mit Ginger Ale schmeckt sanfter und süßer und ist näher am Gin Buck. Beide Varianten funktionieren, beim Ginger Ale lohnt es sich, den Zuckersirup etwas zu reduzieren. Eine Übersicht zu Ginger Beer im Gin-Kontext gibt es im Beitrag über The Duke Tonic Water und Ginger Beer.

Tipps für den perfekten Gin Mule

Das Ginger Beer sollte gut gekühlt sein, sonst schmilzt das Eis zu schnell und der Drink verwässert. Frischer Limettensaft ist Pflicht, Saft aus der Flasche schmeckt flach. Die Minze nur sanft andrücken, zerrissene Blätter geben bittere Noten ab. Wer es weniger süß mag, startet mit 20 ml Zuckersirup und gibt bei Bedarf nach. Viel Eis im Glas hält den Drink länger kalt, als wenige Würfel es tun. Als Snack passen salzige Nüsse oder scharfe Chips, sie greifen die Würze des Ingwers auf.

Auch das Ginger Beer selbst macht einen großen Unterschied. Die Sorten unterscheiden sich deutlich in Schärfe und Süße. Ein sehr süßes Ginger Beer passt besser zum einfachen Gin Mule ohne Sirup, ein trockenes und scharfes eher zum Gin Gin Mule. Probiert das Ginger Beer vorher pur und passt die Menge an Zuckersirup und Limette daran an. So bleibt die Balance zwischen Säure, Süße und Ingwer erhalten.

Häufige Fragen zum Gin Mule

Was ist der Unterschied zwischen Gin Mule und Gin Gin Mule?

Der einfache Gin Mule besteht nur aus Gin, Limette und Ginger Beer. Der Gin Gin Mule enthält zusätzlich Minze und Zuckersirup, wird geschüttelt und gilt als Kreation von Audrey Saunders.

Was ist im Gin Gin Mule?

Gin, Limettensaft, Zuckersirup, Minze und Ginger Beer auf Eis.

Kann man den Gin Mule mit Ginger Ale machen?

Ja. Der Drink wird milder und weniger scharf. Streng genommen ist er dann näher am Gin Buck.

Warum wird der Mule im Kupferbecher serviert?

Der Kupferbecher gehört zur Tradition des Moscow Mule und hält den Drink lange kalt. Ein Highball-Glas geht genauso.

Gibt es den Gin Mule alkoholfrei?

Ja, mit alkoholfreiem Gin oder ganz ohne Gin als Ginger-Beer-Limonade mit Minze und Limette.

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Alle Rezepte findet ihr in der Kategorie Gin-Cocktails. Cheers!