Fünf bekannte Gin-Marken: Bombay Sapphire, Hendrick's, Tanqueray, Monkey 47 und Roku mit Wacholderbeeren und Zitronenschale

Gin Marken: Liste der bekanntesten Gins aus Deutschland und aller Welt

Geschrieben von Ginmaster

Seit 2015 schreibe ich hier über Gin, inzwischen über 700 verkostete Sorten. Nebenbei brenne ich meinen eigenen London Dry Gin, und seitdem weiß ich ziemlich genau, wie viel Arbeit in einer guten Flasche steckt. Das merkt ihr meinen Testberichten an, im Guten wie im Schlechten.

Über 700 Gins verkostet, einen eigenen gebrannt.·seit 2015·LinkedIn·Facebook·Tripadvisor·Google Maps·Homepage

Gin Marken gibt es heute in fast unüberschaubarer Zahl: von großen Klassikern aus England über deutsche Craft-Gins bis zu Destillaten aus Japan und Australien. Diese Übersicht zeigt die bekanntesten Namen, sortiert nach Herkunft, jeweils mit Stil und einem Merkmal, das die Marke ausmacht.

Die Liste ist kein Ranking nach Geschmack. Sie hilft euch, die wichtigsten Gin-Marken einzuordnen und passende Flaschen für Gin Tonic, Cocktails oder das nächste Tasting zu finden. Wo es auf Ginnatic einen Testbericht oder Steckbrief gibt, ist der Markenname verlinkt.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Die meisten bekannten Gin-Marken stammen aus England und Schottland, viele davon im Stil London Dry Gin.
  • Seit dem Gin-Boom der 2010er Jahre gibt es zahlreiche deutsche Gin-Marken, allen voran Monkey 47 aus dem Schwarzwald.
  • Spanien, Italien und Japan setzen oft auf regionale Botanicals wie Oliven, Zitronen, Yuzu oder grünen Tee.
  • Günstige Marken aus dem Supermarkt sind meist Handelsmarken von Aldi, Lidl und Co.
  • Qualität erkennt ihr an der Kategorie auf dem Etikett, am Alkoholgehalt und an klaren Herstellerangaben.
Fünf bekannte Gin-Marken: Bombay Sapphire, Hendrick's, Tanqueray, Monkey 47 und Roku mit Wacholderbeeren und Zitronenschale

Die bekanntesten Gin-Marken der Welt

Diese Gin-Marken-Liste versammelt bekannte Gin-Marken, die in fast jeder Bar stehen. Sie eignen sich gut als Referenz, um den eigenen Geschmack kennenzulernen.

MarkeHerkunftStilBesonderheit
Gordon’sEnglandLondon Dry Gingilt als meistverkaufter London Dry Gin, Rezept seit 1769
TanquerayGroßbritannienLondon Dry Gingilt als Gin mit nur vier Botanicals, wacholderbetont
Bombay SapphireEnglandLondon Dry GinDampfinfusion der Botanicals im Korb, blaue Flasche
BeefeaterLondonLondon Dry Ginwird bis heute in London destilliert
Hendrick’sSchottlandfloraler GinGurke und Rose als Aromen
PlymouthEngland, Stadt PlymouthPlymouth Gineigene Herkunftsgeschichte, benannt nach der Hafenstadt
SipsmithLondonLondon Dry GinCraft-Destillerie mit Kupferbrennblasen
The BotanistSchottland, IslayDry Gin22 Botanicals von der Insel Islay
Monkey 47Deutschland, SchwarzwaldDry Gin47 Botanicals, 47 % vol
Gin MareSpanienmediterraner GinOliven, Rosmarin, Basilikum, Thymian
RokuJapanDry Ginsechs japanische Botanicals
MalfyItalienDry Ginitalienische Zitronen, mehrere Zitrusvarianten
BulldogEnglandLondon Dry Gindunkle Flasche mit Halsband-Design
AviationUSA, OregonNew Western Dry Gingilt als typischer Vertreter des amerikanischen Stils, Lavendel und Kardamom
LariosSpanien, MálagaDry Gingilt in Spanien als Massenmarke, Larios 12 mit zwölf Botanicals

Wer die Unterschiede zwischen diesen bekannten Gin-Marken schmecken will, probiert am besten zwei Stile nebeneinander: etwa einen wacholderbetonten London Dry und einen floralen oder mediterranen Gin. Mehr zu den Kategorien steht im Überblick zu den Gin-Sorten.

Gin-Marken aus Deutschland

Deutschland hat sich zu einem der spannendsten Gin-Länder entwickelt. Deutsche Gin-Marken arbeiten oft mit regionalen Zutaten wie Riesling, Lindenblüten oder Kartoffeln. Die folgenden Gin-Marken aus Deutschland gehören zu den bekanntesten.

MarkeHerkunftStilBesonderheit
Monkey 47Schwarzwald, Baden-WürttembergDry Gin47 Botanicals, darunter Preiselbeeren, 47 % vol
SiegfriedBonn, RheinlandRheinland Dry GinLindenblüte als Botanical, Name aus der Nibelungensage
Ferdinand’sSaarlandSaar Dry Ginmit Riesling von der Saar veredelt
The DukeMünchenMunich Dry GinBio-Zutaten, Hopfen unter den Botanicals
WindspielVulkaneifel, Rheinland-PfalzPremium Dry GinBasisalkohol aus Kartoffeln, auch als Navy Strength
Skin GinHamburgGerman Dry GinMinze und Zitrusfrüchte im Vordergrund
Berliner BrandstifterBerlinDry GinBerliner Marke, auch als gereifter Aged Gin
Adler BerlinBerlinDry Ginaus der Preussischen Spirituosen Manufaktur, Sonderedition mit KPM-Flasche
Gin SulHamburgDry Ginportugiesische Einflüsse, Steingutflasche
ElephantNorddeutschlandLondon Dry Ginafrikanische Botanicals wie Baobab, Unterstützung von Elefantenschutzprojekten

Wer weitere Gin-Marken aus Deutschland sucht, findet sie nach Region sortiert auf der Gin-Karte Deutschland. Viele kleine Brennereien verkaufen ihren Gin vor allem regional oder direkt ab Hof.

Gin-Marken aus Großbritannien und Irland

Neben den großen Namen gibt es auf den britischen Inseln viele Marken, die mit eigenen Zutaten und Stilen auffallen:

  • Hayman’s (London): bekannt für klassische Stile, vor allem für den Old Tom Gin.
  • Silent Pool (Surrey): benannt nach dem gleichnamigen See neben der Destillerie.
  • Brockmans (England): Heidelbeeren und Brombeeren geben dem Gin eine beerige Note.
  • Whitley Neill (England): Baobab und Kapstachelbeere im Original, dazu viele Fruchtvarianten.
  • Opihr (England): würzig mit Gewürzen wie Kubebenpfeffer und Kardamom.
  • Martin Miller’s (England und Island): wird mit isländischem Wasser auf Trinkstärke gebracht.
  • Pickering’s (Edinburgh): die Variante Original 1947 geht auf ein Rezept aus diesem Jahr zurück.
  • Edinburgh Gin (Edinburgh): Gin aus der schottischen Hauptstadt mit vielen Varianten.
  • Isle of Harris (Äußere Hebriden): Zuckertang aus dem Meer als Botanical.
  • Caorunn (Schottische Highlands): keltische Botanicals, der Name ist gälisch für Vogelbeere.
  • Drumshanbo Gunpowder (Irland): Gunpowder-Tee als prägendes Botanical.

Gin-Marken aus Spanien, Italien und dem Rest Europas

In Spanien ist der Gin Tonic seit Jahrzehnten ein Volksgetränk, entsprechend groß ist die Auswahl. Auch in anderen Ländern Europas sind eigenständige Marken entstanden:

  • Nordés (Galicien, Spanien): Basis aus Albariño-Trauben, atlantische Botanicals.
  • Puerto de Indias (Andalusien, Spanien): bekannt vor allem für den Strawberry Gin.
  • Xoriguer (Menorca, Spanien): Gin de Mahón mit geschützter geografischer Angabe, auf der Insel gern mit Zitronenlimonade als Pomada getrunken.
  • Citadelle (Frankreich): stammt aus der Cognac-Region und enthält 19 Botanicals.
  • Kyrö Napue (Finnland): Roggen-Basis, dazu nordische Botanicals wie Birkenblätter und Sanddorn.

Italien ist mit Malfy und seinen Zitrus-Gins vertreten, Spanien zusätzlich mit Gin Mare und Larios aus der Tabelle oben.

Gin-Marken aus Japan und Übersee

Japanische Gins setzen auf heimische Zutaten wie Yuzu, Sansho-Pfeffer und grünen Tee. Außerhalb Europas haben auch Australien und Kanada bekannte Marken hervorgebracht:

  • Roku (Japan): sechs japanische Botanicals, darunter Kirschblüte, Yuzu und Sencha-Tee.
  • Ki No Bi (Kyoto, Japan): Basis aus Reisbrand, dazu Yuzu, Hinoki-Holz und Gyokuro-Tee.
  • Etsu (Hokkaido, Japan): Yuzu und grüner Tee prägen das Aroma.
  • Nikka Coffey Gin (Japan): in Coffey-Brennapparaten destilliert, mit japanischen Zitrusfrüchten und Sansho-Pfeffer.
  • Four Pillars (Yarra Valley, Australien): Rare Dry Gin mit ganzen Orangen und australischen Botanicals.
  • Empress 1908 (Kanada): Farbe durch Schmetterlingserbsenblüte, mit Tonic wechselt der Gin von Blau zu Rosa. Wie das funktioniert, erklärt der Beitrag zum Farbwechselgin.

Günstige Gin-Marken aus dem Supermarkt

Nicht jeder Gin muss aus einer Craft-Destillerie kommen. Discounter und Supermärkte führen eigene Handelsmarken, oft als London Dry Gin, dazu die großen Klassiker. Wie sich die Eigenmarken schlagen, zeigt der große Discounter-Gin-Vergleich. Einzelne Testberichte gibt es zum Beispiel zum Johnsen London Dry Gin von Aldi und zum Ben Bracken Dry Gin von Lidl.

Welche Marken die einzelnen Händler führen, steht im Einkaufsführer:

Preise und Sortiment ändern sich häufig. Aktuelle Angebote prüft ihr am besten direkt im Markt oder im Prospekt.

Woran ihr eine gute Gin-Marke erkennt

Ein bekannter Name allein sagt wenig über die Qualität. Ein Blick auf das Etikett verrät mehr:

  1. Kategorie prüfen: London Dry Gin darf nach der Destillation keine Aromen oder Farbstoffe bekommen und höchstens 0,1 Gramm Zucker je Liter enthalten. Distilled Gin wird ebenfalls destilliert, darf danach aber aromatisiert werden. Steht nur „Gin“ auf der Flasche, kann es sich auch um einen Compound Gin handeln, bei dem Aromen ohne erneute Destillation zugesetzt werden. Alle Kategorien erklärt der Überblick zu den Gin-Sorten.
  2. Alkoholgehalt: Gin muss in der EU mindestens 37,5 % vol haben. Liegt der Wert darunter, handelt es sich um eine Spirituose auf Gin-Basis oder einen Likör.
  3. Botanicals: Wacholder muss geschmacklich im Vordergrund stehen. Gute Marken nennen die wichtigsten Botanicals offen.
  4. Herstellerangaben: Destillerie, Herkunft und Abfüller sollten klar erkennbar sein. Vage Angaben ohne Herkunft sind ein Warnsignal.

Weitere Hinweise liefert der Gastbeitrag 5 Merkmale, an denen du schlechten Gin erkennst.

Häufige Fragen zu Gin-Marken

Welche Gin-Marke ist die bekannteste?

Gordon’s gilt als meistverkaufter London Dry Gin der Welt. Nach reiner Absatzmenge gilt Ginebra San Miguel von den Philippinen als meistverkaufter Gin weltweit. Zu den international bekanntesten Namen zählen außerdem Tanqueray, Bombay Sapphire, Beefeater und Hendrick’s.

Welche deutsche Gin-Marke ist am bekanntesten?

Monkey 47 aus dem Schwarzwald gilt als bekannteste deutsche Gin-Marke. Er hat den Gin-Boom in Deutschland mit ausgelöst. Ebenfalls weit verbreitet sind Siegfried, The Duke, Windspiel und Ferdinand’s.

Welche Gin-Marke passt zum Gin Tonic?

Für einen klassischen Gin Tonic eignet sich ein London Dry Gin wie Tanqueray, Beefeater oder Bombay Sapphire. Wer es floraler mag, greift zu Hendrick’s oder Roku. Mehr dazu steht in der Antwort auf die Frage Welcher Gin für einen Gin Tonic?

Was kostet ein guter Gin?

Klassiker liegen meist im Bereich von etwa 15 bis 30 Euro, Craft-Gins häufig darüber. Ein höherer Preis garantiert keine bessere Qualität. Entscheidend sind Kategorie, Herstellung und der persönliche Geschmack.

Gibt es eine vollständige Gin-Marken-Liste?

Eine vollständige Liste gibt es nicht, weil ständig neue Marken erscheinen. Einen großen Überblick mit Steckbriefen zu vielen Gins bietet der Gin-Katalog auf Ginnatic.

Mehr zum Thema

Alle Gins mit Steckbrief findet ihr im Gin-Verzeichnis. Cheers!

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