Fragezeichen aus Zitronenzeste neben einem Gin-Drink auf einem Holztisch

Welches Glas für einen Gin Tonic?

Das beste Gin Tonic Glas ist entweder ein bauchiges Copa- oder Ballonglas mit Stiel oder ein schlankes Highball-Glas. Die Copa sammelt die Aromen und bietet Platz für viel Eis und Garnitur. Das Highball hält die Kohlensäure länger und passt in jeden Schrank. Tumbler und Weinglas funktionieren als Notlösung, haben aber klare Nachteile.

Weiter unten vergleicht eine Tabelle alle gängigen Glastypen mit Füllmenge, Vor- und Nachteilen. Danach folgen Tipps, welches Glas zu welcher Art Gin Tonic passt.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Copa ist der Trend aus Spanien und fasst etwa 600 bis 800 ml.
  • Das Highball-Glas ist der klassische Longdrink-Becher mit etwa 300 bis 400 ml.
  • Eine schmale Öffnung hält die Kohlensäure länger im Drink.
  • Ein Stiel verhindert, dass die Hand den Drink erwärmt.
  • Jedes Glas sollte vorgekühlt und randvoll mit Eis gefüllt sein.

Gin Tonic Gläser im Vergleich

GlastypFüllmengeVorteileNachteile
Copa / Ballonglasca. 600 bis 800 mlbündelt Aromen, viel Platz für Eis und Garnitur, Stiel hält die Hand fernKohlensäure entweicht schneller, braucht Platz, bruchanfälliger
Highball-Glasca. 300 bis 400 mlhält die Kohlensäure, robust, günstig, stapelbarwenig Platz für Garnitur, Aromen kommen weniger zur Nase
Collins-Glasca. 300 bis 450 mlnoch schlanker und höher, sehr lange spritzigGarnitur schwimmt oben, schwer zu befüllen
Tumblerca. 200 bis 300 mlgut für kräftige Mischungen wie 1:1 oder 1:2zu klein für 1:3, wenig Eis, kein Stiel
Rotweinglasca. 450 bis 700 mlin fast jedem Haushalt vorhanden, ähnlich wie Copadünner Rand, oft zu schmal für große Eiswürfel

Die Füllmenge beschreibt das Volumen bis zum Rand. Für einen Gin Tonic mit 50 ml Gin und 150 ml Tonic braucht ihr also mindestens 300 ml Glasvolumen, weil das Eis viel Platz einnimmt.

Copa Glas und Ballonglas: für Aromen und Garnitur

Warum ist die Copa so beliebt? Der Trend gilt als spanisch, genauer als Import aus den Bars im Baskenland. Dort wurde der Gin Tonic im großen Ballonglas, der Copa de Balón, serviert. Mit dem Gin-Boom kam das Glas in den 2010er-Jahren nach Deutschland.

Die bauchige Form, die sich zur Öffnung hin wieder verjüngt, sammelt die Duftstoffe. So gelangen die Aromen von Gin, Zeste und Kräutern direkt zur Nase. Gleichzeitig ist genug Platz für große Eiswürfel, Zitrusscheiben oder Rosmarin, ohne dass alles an der Oberfläche klebt.

Der Nachteil: Die große Oberfläche lässt die Kohlensäure schneller entweichen. Wer langsam trinkt, merkt nach einer Weile, dass der Drink an Spritzigkeit verliert. Viel Eis und ein gekühltes Glas bremsen das. In der Copa könnt ihr ruhig 50 ml Gin und 200 ml Tonic nehmen.

Highball Glas: der klassische Longdrink-Becher

Das Highball-Glas ist gerade, zylindrisch und hat einen dicken Boden. Durch die kleine Oberfläche bleibt die Kohlensäure lange erhalten. Außerdem lässt es sich stapeln, geht selten zu Bruch und passt in die Spülmaschine.

Für Garnituren ist das Glas enger. Zesten und Scheiben sollten deshalb zwischen die Eiswürfel gesteckt werden, statt oben zu schwimmen. Wer den Gin Tonic klassisch britisch mag, ist mit dem Highball gut bedient. Mehr zu weiteren Formen findet ihr im Ratgeber Die passenden Gläser für deinen Gin-Cocktail.

Tumbler und Weinglas: nur als Ausweichlösung

Der Tumbler ist eigentlich für Whisky und Shortdrinks gedacht. Für einen Gin Tonic ist er meist zu klein. Er eignet sich höchstens für kräftige Mischungen wie 1:1 oder 1:2, bei denen der Gin im Vordergrund steht.

Ein großes Rotweinglas kommt der Copa am nächsten und ist ein guter Ersatz, wenn ihr die Form erst einmal ausprobieren wollt. Achtet darauf, dass die Eiswürfel durch die Öffnung passen. Weißweingläser sind meist zu schmal.

Häufige Fragen zum Gin Tonic Glas

Warum trinkt man Gin Tonic aus einem Weinglas?

Weil die bauchige Form Aromen bündelt und viel Eis fasst. Das Rotweinglas ist der Ersatz für die spanische Copa, die genau dafür gemacht ist.

Wie groß sollte ein Gin Tonic Glas sein?

Mindestens 300 ml. Für eine Copa mit viel Eis und Garnitur sind 600 ml und mehr ideal.

Muss man das Glas vorkühlen?

Es lohnt sich. Ein gekühltes Glas lässt das Eis langsamer schmelzen. Einfach vorher mit Eis füllen, kurz rühren und das Schmelzwasser abgießen.

Welches Glas nutzt man in britischen Pubs?

Häufig ein Highball oder ein Tumbler. Die Copa ist in Großbritannien zwar angekommen, das gerade Glas bleibt aber verbreitet.

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