Geschrieben von Maximilian Mende Ginmaster
Seit 2015 schreibe ich hier über Gin, inzwischen über 700 verkostete Sorten. Nebenbei brenne ich meinen eigenen London Dry Gin, und seitdem weiß ich ziemlich genau, wie viel Arbeit in einer guten Flasche steckt. Das merkt ihr meinen Testberichten an, im Guten wie im Schlechten.
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Himbeere & roter Pfeffer
Der Montag ist geschafft, das belohnen wir direkt mal mit einem neuen Gin Tasting. Dieses Mal besucht uns quasi ein “alter Bekannter”, aus dem Hause Hausberg hat uns der Gin No. 3 erreicht. Hausberg No. 1 und Hausberg No. 2 kennt ihr bereits, wir hoffen, dass wir bei No. 3 diesmal genauso überzeugt werden, wie die letzten beiden Male!
Hausberg Spirituosen ist ein junges Unternehmen aus Bremen. Ihre Ideen für neue Gin Kreationen entstehen durch Marktanalysen und Gespräche mit Barkeepern, Gastronomen und privaten Gin Genießern – mehr Expertenmeinung ist kaum zu erwarten. Destilliert werden die Spirituosen immer nur in kleinen Mengen, und zwar genau dann, wenn die Erntezeit der jeweiligen Botanicals ist. So sind diese besonders reif & geschmackvoll und eine gleichbleibende Qualität wird garantiert.
Die wichtigste Frage, die wir uns bei neuen Gins immer stellen ist die nach den Inhalten. Neben Wacholder befinden sich in diesem Gin Himbeeren und Roter Pfeffer, zudem Orangenblüten. Das Flaschendesign ist für uns schon typisch Hausberg, es wird sich auf das wesentliche beschränkt, die Farbgestaltung geht passend zu den Botanicals in einen hübschen Pink Ton. Der Alkoholgehalt liegt bei 41,4%, Die 0,7l Flasche kostet rund 40 Euro.
Wie riecht der Hausberg Gin No. 3?
Wir sind gespannt, wie der Gin riechen wird, deshalb ziehen wir sogleich den Holz-Plastikkorken aus dem Flaschenhals. Nachdem wir die ersten Aromen eingesaugt haben erkennen wir direkt ein intensives Himbeeraroma. Die spritzige Süße ist angenehm und nicht zu penetrant, durch die Orange bekommt der Gin zudem eine fein florale Note. Der Gin wirkt feminin, aber auf eine sehr weiche Art. Wacholder nehmen wir nur am Rande wahr, ebenso den Pfeffer.
Wie schmeckt der Gin mit Himbeere und Pfeffer?
Nach dem Nosing ist vor dem Tasting, und wir wollen auch gar nicht lange warten. Der Gin wird auch im Geschmack von der Himbeere dominiert, wenngleich die Süße etwas milder ist. Das florale Aroma kommt etwas besser durch, aber auch die Pfefferschärfe. Im Abgang zeigt sich erneut, wie kräftig der Pfeffer ist, das Zusammenspiel mit den süßlichen Botanicals ist aber sehr angenehm und gut gelungen. Der scharfe und zugleich himbeerige Nachgeschmack bleibt noch einige Momente auf der Zunge zurück. Ein tolle Kombination und auch qualitativ bleibt sich Hausberg treu und wir werden nicht enttäuscht!
Tastingzusammenfassung Hausberg Gin No. 3
Himbeere trifft Pfeffer, begleitet von Orange. Hausberg Gin verwendet wenige Botanicals und fokussiert sich auf diese. Tolle Geschmackskompositionen und eine super Qualität sind dabei regelmäßig das Ergebnis, so auch dieses Mal beim Hausberg No. 3!
- Deutscher Gin
- Himbeere trifft auf Pfeffer
- Scharf im Abgang durch den Pfeffer
- 41,4% Alkoholgehalt

Gin Steckbrief
| Name | Hausberg Gin No. 3 |
|---|---|
| Sorte | Dry Gin |
| Hersteller | Hausberg Spirituosen GmbH |
| Herkunft | Deutschland |
| Farbe | Klar |
| Botanicals | Orange, Pfeffer, Wacholder, Zitrone |
| Alkoholgehalt | 41,4 % vol |
| Fuellmenge | 700 ml |
| Hersteller-Webseite | www.hausberg-spirituosen.de |
| Bezugsquelle | Zum Angebot |
| Preis | 39,90 EUR (Stand 11/2020) |

