Maximilian Mende
Geschrieben von Ginmaster

Seit 2015 schreibe ich hier über Gin, inzwischen über 700 verkostete Sorten. Nebenbei brenne ich meinen eigenen London Dry Gin, und seitdem weiß ich ziemlich genau, wie viel Arbeit in einer guten Flasche steckt. Das merkt ihr meinen Testberichten an, im Guten wie im Schlechten.

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Testbericht eines sächsischen Gins – Saxon Dry Gin

Zum Bergfest werde ich heute einen sächsischen Gin testen, nämlich den Lautergold Saxon Dry Gin. Als ich mir überlegt habe, wie ich den Artikel heute beginne, habe ich kurz überlegt, etwas auf Sächsisch zu schreiben. Da ich diesem Dialekt aber nicht mächtig bin und meine Texte doch verständlich bleiben sollen, lasse ich das und tue, was ich eben am besten kann, nämlich Gin trinken.

Der Saxon Dry Gin stammt aus der Lautergold Manufaktur, die Geschichte der Firma reicht bis in das Jahr 1734 zurück. Ursprünglich wurden dort diverse Heil- und Hausmittel hergestellt, mittlerweile werden dort die verschiedensten Spirituosen gebrannt und gebraut. Traditionell werden dort regional wachsende Kräuter, Wurzeln und Früchte verwendet. Es gibt mittlerweile über 40 verschiedene Spirituosen über die Firma zu kaufen, bisher allerdings erst einen Gin.

Dieser Dry Gin kostet 19,99 Euro für 500 ml. Der Alkoholgehalt liegt bei 44 %. Das Rezept des Gins ist streng geheim und so ist über die Botanicals, neben dem Wacholder, nichts bekannt. Über Amazon gibt es den Gin für etwa 22 Euro zu kaufen. Dafür spart man sich hier aber dann die Versandkosten da der Saxon Dry Gin über Amazon Prime erhältlich ist.

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Wie riecht der Saxon Dry Gin?

Die Flasche des Saxon Dry Gin wirkt auf den ersten Blick sehr hochwertig und edel. Das Glas ist in einem königsblau und die Aufschrift ist in Gold. Hinter dem Namen des Gins schimmert ganz dezent das Logo der Firma Lautergold durch. Die Aufschrift ist übrigens direkt auf die Flasche gebrannt bzw. gedruckt, es wird dadurch auf ein klassisches Etikett verzichtet.

Nun aber zum eigentlichen Nosing. Was mir als erstes auffällt, ist der leicht scharfe Geruch ob er von Ingwer oder vom Alkohol kommt kann ich leider nicht genau deuten.. Weiterhin ist Wacholder sehr dominierend bei diesem Gin. Der Geruch ist hier sehr intensiv und etwas kräuterlastig. Was ich bei diesem Gin sehr spannend finde ist, dass sich die Aromen kaum verflüchtigen und auch nachdem die Spirituose geatmet hat, sind diese noch sehr stark.

Wie schmeckt der Saxon Dry Gin?

Nachdem der Gin im Glas ein wenig atmen konnte, setze ich nun an, nehme einen ersten Schluck und probiere. Dass das wie immer ohne Eis, Tonic Water und Botanicals geschieht, versteht sich natürlich von selbst.
Im Mund fühlt sich der Saxon Dry Gin zunächst angenehm mild an, viel milder, als ich es aufgrund des Alkoholgehaltes und des Geruchs vermutet hätte. Geschmacklich steht der Wacholder im Vordergrund. Unterstützt wird dieses Aroma von einer zitronigen sowie einer leicht grasigen Note. Ich vermute, dass weitere verwendete Botanicals insbesondere Zitrusfrüchte sind, aber auch verschiedene Kräuter. Im Abgang wird dann erneut eine gewisse Schärfe erkennbar. Zudem wird jetzt auch ein starke Ingwernote erkennbar.

Tastingzusammenfassung Lautergold Saxon Dry Gin

Der Lautergold Saxon Dry Gin ist ein echter deutscher Gin, bei dem der Wacholder stark im Vordergrund steht. Leider finde ich den Alkoholgeruch etwas zu dominant – beim Nosing war dieser leicht störend. Das soll nicht heißen, dass der Alkohol an sich der billigste oder schlechteste ist, im Verhältnis zum Preis denke ich, dass die Qualität wirklich akzeptabel ist. Neben dem Wacholder ist ein starkes Zitrusaroma vorhanden, im Abgang wird eine dezente Schärfe spürbar sowie der Geschmack von Ingwer. Alles in allem ein guter Gin, welchen ich mir insbesondere in einem Gin und Tonic mit ein paar Zitronenscheiben gut vorstellen kann.

  • Deutscher Gin aus Sachsen
  • 44 % Alkoholgehalt
  • Rund 20 Euro für 500 ml
  • Mild im Geschmack allerdings Schärfe im Abgang

Eine blaue Glasflasche „Saxon Dry Gin“ steht im Freien auf einer Fläche, im Hintergrund sind grüne Pflanzen und Blätter zu sehen.

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